Unter diesem Motto protestierten und streikten am 6. Februar in mehr als 20 Häfen rund um das Mittelmeer die Hafenarbeiter. Ihre Aktionen richteten sich gegen die Nutzung der Häfen für Waffenlieferungen z.B. in die Ukraine oder nach Israel, gegen die Militarisierung und Kriegsvorbereitungen in den einzelnen EU-Staaten. Vor allem in Italien konnte die Gewerkschaft USB (Unione Sindicale di Base) in zahlreichen Häfen Arbeiter für den Streik mobilisieren, von Genua über Palermo bis Triest. Schiffe mit Waffenladungen wurden nicht entladen oder wurden gar blockiert. Sie konnten nicht anlegen, mussten warten oder umständlich andere Häfen anfahren. Auch in Griechenland (z.B. Piräus), in der Türkei (z.B. Antalya), im spanischen Bilbao oder im französischen Marseille wurden die Häfen bestreikt. In marokkanischen Häfen sollte ebenfalls gestreikt werden, doch ein Unwetter verhinderte die geplanten Proteste.
Es waren eher kleinere Gewerkschaften, die diese länderübergreifenden Aktionen organisiert haben, die aber bespielhaft zeigen, welche Macht die Arbeiter haben, wenn sie sich über die Ländergrenzen hinweg zusammentun und gemeinsam gegen Krieg und Kriegsvorbereitung kämpfen.
gr