Wie Sie sicherlich gehört haben, befindet sich Cuba seit dem US-Terrorangriff vom 3. Januar gegen Venezuela und den maßlosen Äußerungen der unberechenbaren Trump-Regierung unmittelbar in deren Visier. Bereits seit Jahrzehnten und umso mehr auch jetzt seit Trumps Präsidentschaft leiden die Cubanerinnen und Cubaner an schlimmen Versorgungsengpässen, dazu gehören die unter anderem wegen Ölmangels erforderlichen Stromabschaltungen. Der Alltag wird für die Menschen immer schwieriger und die Unternehmen müssen mit Unterbrechungen der Produktion zurechtkommen.
Diese Lage wird nachweislich vor allem durch die US-Blockade und Sanktionspolitik der USA verursacht. Eine detailliertere Darstellung der Fakten und Einschätzungen ist auf der Rückseite zu finden.
Trotz der schwierigen Lage lassen sich die Cubanerinnen und Cubaner aber nicht unterkriegen.
Sie sind selbstbewusst und würden sich den irren Forderungen und den imperialistischen Aktivitäten der US-Regierung niemals unterwerfen. Bei unserem Besuch in Cuba während der letzten Wochen haben wir die Handlungsbereitschaft der Menschen wahrgenommen und das Vertrauen in den eigenen Weg. Die Regierung unternimmt auf allen Ebenen das Möglichste, um die unverschuldete Mangelsituation zu verbessern, muss aber wegen der zerstörerischen und menschenverachtenden Aktionen der Trump-Regierung immer wieder Blockadefolgen und Engpässe ausgleichen. Zudem kämpft Cuba damit auch für die Einhaltung der UN-Charta, das Völkerrecht und die Menschenrechte – also auch für uns und eine bessere Zukunft.
WIR BITTEN DAHER DRINGEND UND HERZLICH UM UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE VERBESSERUNG DER LAGE IN CUBA UND FÜR DIE VERTEIDIGUNG CUBAS GEGEN TRUMPS AGGRESSIONEN.
Kurzfristig empfehlen wir Spenden für zwei besonders bedürftige und lebenswichtige Bereiche in Cuba:
Gesundheitssektor: Dort werden wegen der verschärften US-Blockade Gebrauchsmaterialien und wichtige Geräte benötigt. Und dafür kümmert sich und hilft der professionell tätige Verein HCH (Humanitäre Cuba Hilfe e. V., Bochum). Er verfügt über langjährige Erfahrungen und beste direkte Kontakte zu den Empfängern in Cuba. Bankverbindung: HCH e.V., Sparkasse Dortmund, IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36, Stichwort: Cuba-Projekte
Energiegewinnung: Da Trump/Rubio vor allem Öllieferungen nach Cuba noch stärker zu unterbrechen suchen, wird der Ausbau erneuerbarer Energiesysteme von größter und akuter Wichtigkeit. Hierfür engagiert sich der Verein InterRed (Frankfurt/M.). Bankverbindung:
Netzwerk InterRed Cooperación e.V.; Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00, Stichwort Solarkraftwerk Cuba
„La Solidaridad es la Ternura de los Pueblos“
(Die Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker)
Ernesto Che Guevara
Cuba hat sich 1959 in einer durch die große Mehrheit der Bevölkerung getragenen, erfolgreichen Revolution von dem US-gestützten Diktator Fulgencio Batista befreit. Seither versucht es, eine eigenständige sozialistische Entwicklung zu gestalten. Aber von Beginn an versuchten die USA mit allen Mitteln, diesen alternativen Weg zu stören und die neue Gesellschaft zu zerstören: Attentate; Terroranschläge; militärischer Angriff („Schweinebucht“); Blockade von Wirtschafts-, Handels-, und Finanzbeziehungen auch zu Drittländern; Hunderte von einseitigen Zwangsmaßnahmen; Währungsmanipulationen; Subversionsaktivitäten der Geheimdienste und bezahlter „Dissidenten“, gewalttätige Provokationen und raffinierte Hetzkampagnen in den Massen- und digitalen Medien.
Die kurze Entspannungsphase zwischen den Nachbarn USA und Cuba während der US-Präsidentschaft Obama‘s offenbarte, welche enormen Entwicklungspotenziale in Cuba stecken. Doch die brutale völkerrechtsverletzende Politik während der Präsidentschaft von Trump hat diese Phase zunichte gemacht. Er hat die Erstickungspolitik weiter verschärft sowie kürzlich mit Umsturz und Aggression gedroht! All das sind eklatante Verletzungen von Völker- und Menschenrechten, eine barbarische Zerstörung des friedlichen, souveränen Miteinanders und des so wichtigen Multilateralismus (UN-Charta).
Die heimtückische Terrorattacke der US-Hightech-Armee gegen Venezuela hatte auch Cuba im Visier. Denn Trump sagte dazu: „Es wir kein Öl und kein Geld mehr nach Cuba finden - Null! Ich rate ihnen dringend, ein Abkommen zu schließen, bevor es zu spät ist.“ Und weiter: „Ich glaube nicht, dass man noch viel mehr Druck ausüben kann.“
Cubas Präsident Díaz-Canel sagte daraufhin, Cuba lasse sich nicht einschüchtern. „Meine Herren Imperialisten: Wir haben absolut keine Angst vor Ihnen!“
Schätzungen des US-Ökonomen Jeffrey Sachs vom Juni 2024: „Die Auswirkungen der Blockade sind sehr ernst. Das kubanische Pro-Kopf-Einkommen liegt wahrscheinlich bei einem Drittel oder einem Viertel dessen, was es ohne die Blockade betragen würde.“ Cuba könnte ein prosperierendes Land sein und eine attraktive Alternative.
Vor diesem Hintergrund halten wir eine spürbare Unterstützung Cubas und seiner tapferen Menschen und Institutionen für dringend erforderlich. Wir bitten um Unterstützung mit Sach- und/oder Geldspenden, wie umseitig empfohlen. Aber es gibt natürlich auch lokale Solidaritätsgruppen, die Projekte in Cuba durchführen, und die sicherlich gerne Sach- und Geldspenden annehmen und diese gezielt weiterleiten können. Für Fragen stehen wir gerne für Sie zur Verfügung und verweisen hier auch auf unsere Webseite im Kopfbogen.
Wir als Netzwerk Cuba – informationsbüro – e. V. sind mit unseren 39 Mitgliedsorganisationen und weiteren Einzelmitgliedern in Deutschland Teil einer europaweiten Solidaritätsbewegung und ihrer Kampagnen, die den Titel „UNBLOCK CUBA“ tragen. Auch auf dieser Webseite finden Sie weitere Informationen.
Die Situation Kubas ist seit fünf Jahren die schwierigste, die es seit Bestehen der Revolution erleben muss. Die Hauptursache aller sich weiter verschärfenden sozial-ökonomischen Probleme in Kuba ist die andauernde US-Blockade mit dem Ziel, die Bevölkerung zu zermürben, das politische System zu Fall zu bringen und die alten, kapitalistischen Eigentumsverhältnisse wiederherzustellen. Durch diese jahrelange Entwicklung sind die Sozialsysteme, insbesondere das kostenlose Gesundheitswesen, das Bildungssystem, die garantierte Mindestversorgung mit Grundnahrungsmitteln für alle in den letzten Jahren äußerst fragil geworden, weil die wirtschaftlichen Ressourcen seit Jahren permanent abnehmen, weil die Finanzierungsgrundlage schrumpft. Die Energieversorgung mit Strom durch mangelnde Energieimporte und sich wiederholende technische Defekte an veralteten Kraftwerken ist inzwischen leider alltäglich geworden. Manchmal tagelange Stromausfälle belasten nicht nur die Bevölkerung, sondern unterbrechen auch den Wirtschaftskreislauf. Durch die völkerrechtswidrige Intervention in Venezuela Anfang 2026 will die Trump-Regierung dem wichtigsten Lebensnerv Kubas, der Energieversorgung mit venezolanischem Erdöl, im wahrsten Sinne den Hahn zudrehen. Dieses Ziel wurde am 29. Januar 2026 durch eine Exekutivanordnung von US-Präsident Trump auf äußerst dramatische Weise verschärft, indem nun jede Öllieferung durch Dritte nach Kuba mit Strafzöllen bestraft werden soll, um sie zu verhindern. Der Ausbau der Solarenergie als Alternative schreitet zwar voran, reicht aber noch nicht für eine sichere Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung aus.
Deshalb wollen wir der Solidarität mit Kuba neue Kraft und Energie verschaffen und in Kooperation mit den kubanischen Gewerkschaften und Betrieben durch das Spenden für Solaranlagen hier konkret unterstützen. Dadurch werden auch ihre Arbeitsplätze erhalten. Unsere bisherigen Besuche und Gespräche vor Ort in den Betrieben haben ergeben, dass eine eigene, gesicherte Energieversorgung durch den Betrieb von Solaranlagen ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit entscheidend verbessern helfen kann. Die betriebliche Energiegewinnung auf Solarbasis könnte zugleich die Energieversorgung im Wohnumfeld der Betriebe unterstützen.
Unsere Ziele sind:
InterRed e.V. hat in den letzten vier Jahren schon erfolgreich mehrere Solaranlagen für kubanische Betriebe im Medizinsektor organisiert und mit kubanischen Partnern erfolgreich umgesetzt. Die Erfolge sind nachweisbar. Dies erleichtert die Umsetzung von weiteren betrieblichen Projekten auch in Zukunft!
Durch die hier beschriebenen Ziele und Möglichkeiten kann unsere Initiative erfolgreich im Sinne gewerkschaftlicher, politischer und praktischer Solidarität mit Kuba sein und etwas zum Gegengewicht gegen die umfassende US-Blockade beitragen. Unsere Initiative ist bundesweit organsiert.
Initiatoren:
Andreas Nolte, IG Metall, Hannover; Andreas Harnack, IG BAU, Stuttgart; Michael Knoche, IG Metall, Frankfurt a.M.; Reiner Peters-Ackermann, IG Metall, Heppenheim; Klaus-Dieter Winnerlein, IG Metall Westmittelfranken; Reinhard Nold, Vors. DGB Region Hannover; Armin Duttine, ver.di, Berlin; Gottfried Heil, IG Metall, Frankfurt a.M.
Wir Erstunterzeichner: innen unterstützen diese Initiative und rufen die Mitglieder und Funktionär: innen der DGBGewerkschaften auf:
Gebt mit eurer Solidarität den Menschen in Kuba neue Energie - durch eure Unterstützung, euer Engagement und eure Solidaritätsspenden!
Adrian Dubno, Gewerkschaftssekretär, Vorstand, IG Metall, Frankfurt a.M.; Alexander Deh, stellv. Vors. IG BAU KV Stuttgart, Stuttgart, Andreas Harnack, IG BAU, Stuttgart; Andreas Hauk, IG BAU, Karlsruhe; Andreas Nolte, IG Metall, Hannover; Armin Duttine, ver.di, Berlin; Benjamin Stein, ver.di, Baden-Württemberg; Carsten Burckhardt, stellv.
Bundesvorsitzender, IG BAU, Frankfurt a.M.; Claudia Weber, Geschäftsführerin, ver.di, München; Dagmar Röbke,
IG Metall, Paderborn; Detlef Kunkel, IG Metall, Braunschweig; Dorothea Ertl, Gewerkschaftssekretärin, IG Metall, Albstadt; Elwis Capece, NGG, Karlsruhe/Mannheim; Esteban Neira, IG BAU, Frankfurt a.M.; Eva Petermann, stellv.
DGB-Kreisvorsitzende, GEW, DGB, Hof (Saale); Eva Wohlfahrt, IG Metall-Westmittelfranken; Feli Traudes, Sprecherin Sozial- & Erziehungsdienste, ver.di Bezirk Südhessen; Frank Bsirske, ver.di, Hannover; Prof. Dr. Frank Deppe, ver.di,
Marburg; Frank Taufenbach, 1. Bevollmächtigter, IG Metall Mönchengladbach; Gottfried Heil, IG Metall, Frankfurt a.M.;
Hans Pfeiffer, ver.di, Köln; Hans-Jürgen Hinzer, NGG, Frankfurt a.M.; Harald Fiedler, ehemaliger DGB-
Kreisvorsitzender, Frankfurt a.M.; Prof. Dr. Heinz Bierbaum, IG Metall, Saarbrücken; Heinz-Dieter (Charly) Braun, DGBVors. Heidekreis, Celle-Lüneburg; Helmut Born, ver.di, Düsseldorf; Hubert Kesternich, Delegierter, IG Metall, Völklingen; Hubert Scheibinger, IG Metall, Nürnberg; Ilse Kestin, IG Metall, Stuttgart; Jan Tacke, IG Metall, Ruhrgebiet Mitte; Jan von Hagen, Betriebsgruppensprecher, ver.di, Essen; Jens Schäfer, Betriebsratsvorsitzender, IG Metall, Hannover;
Joachim Schubert, Mitglied der Delegiertenversammlung, IG Metall, Mannheim; Jonathan Schwarz,
Gewerkschaftssekretär, EVG, Berlin; Jörg Müller, Dieburg/Münster; Jörn Walenta, IG Metall, Hannover; Juan Carlos Rio
Antas, IG Metall, Berlin; Jürgen Offermann, NGG, Neustadt a. Rübenberge; Jutta Krellmann, IG Metall, Coppenbrügge;
Kai-Oliver Tiffany, EVG, Frankfurt a.M.; Katharina Kaupp, ver.di, Heilbronn; Prof. Dr. Klaus Dörre, ver.di, Jena; Klaus Weissmann, Seniorenarbeitskreis, ver.di, Kiel; Klaus-Dieter Winnerlein, IG Metall, Westmittelfranken; Larissa PfeifferRüssmann, GEW, Köln; Liane Papaioannou, 1. Bevollmächtigte, IG Metall, Stuttgart; Linda Schneider, stellv.
Landesbezirksleiterin Bayern, ver.di, München; Lothar Reininger, Vorsitz NW InterRed Cooperacion e.V., IG Metall,
Frankfurt a.M.; Luis Sergio, Gewerkschaftssekretär, IG Metall, Offenbach; Maike Schollenberger, ver.di, BadenWürttemberg; Manfred Ulrich, IG Metall, Dortmund; Mark Bergfeld, UNI Europa, ver.di, Aachen /Düren/Erft; Mark Ellmann, GEW, München; Martin Krämer, Gewerkschaftssekretär, IG Metall, Frankfurt a.M.; Michael Ehrhardt, 1.
Bevollmächtigter, IG Metall, Frankfurt a.M.; Prof. Dr. Michael Hartmann, GEW, Darmstadt; Michael Knoche,
Gewerkschaftssekretär, IG Metall, Frankfurt a.M.; Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja, Universität Göttingen, ver.di, Göttingen;
Norbert Heckl , stellv. ver.di-Bezirksvorsitzender, ver.di, Stuttgart; Percy Scheidler, 1. Bevollmächtigter, IG Metall,
Aschaffenburg; Phillip Vollrath, DGB Stuttgart, IG Metall, Stuttgart; Rainer Perschewski, Betriebsratsvorsitzender, EVG,
Berlin; Ralf Fröhlich, Vertrauensmann, ver.di, Frankfurt a.M.; Ralf Krämer, Gewerkschaftssekretär, ver.di, Berlin; Reiner
Hofmann, IG Metall, Stuttgart; Reiner Peters-Ackermann, IG Metall, Heppenheim; Reinhard Nold, Vors. DGB-Region
Hannover, ver.di, Hannover; Rita Schiavi, pensionierte Gewerkschaftssekretärin, UNIA, Basel, Schweiz; Sabine Neyra
Ampudia, Betriebsratsmitglied, ver.di, Kiel-Plön; Sidar Carmen, ver.di, Stuttgart; Sophie C. Jänicke, IG Metall, Berlin;
Tatjana Sambale, Mitglied Bezirksfachbereichsvorstand, ver.di, Mittelfranken; Thomas Birg, Referent des GBR, IG Metall,
Frankfurt a.M.; Tobias Salin, IG Metall, Dreden-Riesa; Dr. Ulrich Schneider, GEW, ver.di, Kassel; Ulrike Eifler,
IG Metall, Würzburg; Ulrike Laux, IG BAU, Frankfurt a.M.; Uwe Wötzel, ver.di, Hannover; Werner Kubitza, IG Metall,
Salzgitter; Werner Siebler, Stadtverbandsvorsitzender, DGB, Freiburg; Wilhelm Warner, IG Metall, Hannover; Wolfgang
Müller, IG Metall, München; Wolfgang Räschke, IG Metall, Coppenbrügge
Ansprechpartner: Andreas Nolte, mobil: +49170 3333654; Michael Knoche, mobil +49151 23448384 ;
Andreas Harnack, mobil +49171 3100149; per e-mail: gewerkschafterinitiative@posteo.de