Am 25. März meldet die Süddeutsche Zeitung, dass die bayerische Regierung ein neues Landesamt für Bevölkerungsschutz einrichtet, das am 15. April seine Arbeit aufnehmen soll. Damit bereite sich Bayern „auf zunehmende Bedrohungen vor – wie Unwetter, technische Katastrophen und kriegerische Auseinandersetzungen.“ Vor allem um letztere geht es, für die eine extra Abteilung geschaffen wird. „Es gebe eine grundlegend veränderte geopolitische Sicherheits- und Bedrohungslage“, so die Bayerische Staatsregierung lt. SZ. Keiner scheut sich mehr von Krieg zu reden, ja er wird behandelt wie eine drohende Naturkatastrophe, die plötzlich ausbrechen kann. Die „veränderte geopolitische Sicherheits- und Bedrohungslage“ wird festgestellt wie die erhöhte Aktivität eines Vulkans, die auf die Gefahr eines Vulkanausbruchs hinweist. Die Gefahr, so wird uns täglich eingetrichtert, droht von außen, durch die unberechenbare US-Regierung oder die angeblich uns bedrohende russische Regierung, während Deutschland unschuldig wie ein Lamm aufrüsten muss, um sich wehren zu können. Wir sollen nicht fragen, was denn dieser Staat, seine weltweit agierenden Konzerne und Banken, die Diplomaten und Politiker zu tun haben mit den zunehmenden Spannungen. Wir sollen nicht nach den Interessen fragen, die hinter der enormen Aufrüstung stehen. Wir, die wir alle in einem Krieg nichts zu gewinnen, aber alles zu verlieren haben, sollen uns in scheinbar Unvermeidliches fügen, still halten und uns mit ein paar Vorräten auf den Krieg vorbereiten.
gr