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KAZ-Fraktion: „Ausrichtung Kommunismus”

Beiträge zu den Ursachen der Niederlage des Sozialismus 1989/92

Die Kulturrevolution in der Volksrepublik China

Teil 3: Kritik und Wirkung der Großen Proletarischen Kulturrevolution in China 1966 – 1976

In dieser Ausgabe der KAZ legen wir den dritten und letzten Teil unserer Beiträge zur chinesischen Kulturrevolution vor. Die Auseinandersetzung mit einigen Kritiken und Kritikern an der Großen Proletarischen Kulturrevolution sind dabei unser Schwerpunkt. Eröffnet wird mit der grundsätzlichen Auseinandersetzung, ob die GPK ein abenteuerlicher Willkürakt Mao Tse-Tungs war. Es folgt die Kritik des „mörderischen Charakters“ von Revolutionen im Allgemeinen und den Toten der GPKR im Besondern. Danach setzen wir uns mit der Kritik auseinander, die Sozialismus im Allgemeinen und die GPKR im Besonderen als verschleierte Militärdiktatur sieht. Wir schließen ab mit dem Artikel „Die Großen Methode“, mit der Frage also, ob es bei der GPKR marxistisch-leninistisch oder kleinbürgerlich-nationalistisch zugegangen ist.

Die vorliegenden Artikel sind auch ein guter Anlass, noch mal auf die Intention unserer „Beiträge zu den Ursachen der Niederlage des Sozialismus“ einzugehen. Wir denken, dass der moderne Revisionismus, ausgehend von den Verkürzungen, den Verdrehungen, dem Weglassen und dem Vergessen revolutionärer Grundsätze durch Chruschtschow und seiner Vollendung durch Gorbatschow, tatsächlich die sozialistische „Burg von innen sturmreif gemacht“ hat. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Große Proletarische Kulturrevolution der Versuch der chinesischen Genossen war, dem Revisionismus und den mit ihm einhergehenden Restaurationsversuchen des Kapitalismus, Einhalt zu gebieten und zwar umfassend, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens: Kultur, Politik und Ökonomie. Die Kulturrevolution war der kühne Versuch, im großen gesellschaftlichen Kontext und im Massenumfang (vor allem: mit den und durch die Massen) um das Ziel – die klassenlose Gesellschaft – zu streiten, zu diskutieren und zu kämpfen. Es war den chinesischen Genossen dabei bewusst, dass am Ende der Kulturrevolution nicht der Kommunismus steht, sondern der lang andauernde Kampf weiter zu führen ist, Schritt um Schritt vorwärts, aber auch in Sprüngen und neuen Kulturrevolutionen. Die VR China geht allen Unkenrufen zum Trotz immer noch auf dem Weg des Sozialismus – wir denken jedoch: auch im sozialistischen China ist die Frage „wer – wen?“ noch nicht entschieden. Dass es China heute noch gibt, dass seine Eigentumsformen größtenteils sozialistisch sind, dass sich die KP China u. a. noch auf den Marxismus-Leninismus und das Mao Tsetung-Denken bezieht, all das hat auch u. E. damit zu tun, dass es in China die Große Proletarische Kulturrevolution gab.

Für diejenigen, die dafür kämpfen „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“, ist und bleibt die chinesische Kulturrevolution ein leuchtender Bezugspunkt. (vgl. KAZ 321, S. 30).

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