Hacki war in den letzten Jahrzehnten sowohl Mitglied der Gruppe Kommunistische Arbeiterzeitung (KAZ) als auch der DKP. Deshalb drucken wir zwei Reden ab, gehalten auf der Trauerfeier am 25.11.2025.
Liebe Vroni, lieber Wolfgang, liebe Enkelkinder und Geschwister von Hacki, liebe Freunde und Genossen!
Wer war Hacki, der 1952 als kleines Menschenkind in eine evangelische Pastorenfamilie geboren wurde, im tiefschwarzen Bayern und in einer westdeutschen Republik, in der die Herren von Siemens, Krupp und Co. wieder die Fäden ziehen konnten? In der in Behörden, Gerichts- und Hörsälen wieder alte Nazis saßen und die Remilitarisierung vorangetrieben wurde. In eben jenem Jahr 1952 war es, als Bertold Brecht seine eindringliche Mahnung schrieb, die mit den Zeilen endete: „Lasst uns das tausendmal gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Munde sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden!“
Von all dem konnte der winzige Raimund nichts wissen, er hatte Anderes zu tun. Doch dass aus diesem kleinen Wesen später ein Kommunist werden sollte, war ganz und gar nicht vorherzusehen. Er hätte auch ein honoriger Bürger werden können, der zufrieden mit sich und der Welt sein Leben verbringt. Es kam anders. Hacki war ein durchaus widerspenstiges Wesen und stieß als Schüler auf eine widerspenstige Bewegung, die gegen diese zutiefst reaktionären Verhältnisse aufbegehrte: die heute so viel gescholtene 68er Bewegung. Die gegen den Muff aus tausend Jahren unter den Talaren protestierte, gegen die so unsäglichen Verhältnisse in den Bildungseinrichtungen. Die gegen die Notstandsgesetze kämpfte und gegen den Krieg in Vietnam. Auch Hacki begehrte auf und wurde eines der ersten Mitglieder der Roten Schülerfront in Regenburg. Dort schon zeigte sich, was Hacki immer war: unerschrocken und stets zu Scherzen aufgelegt. Auch mit der Staatsmacht. So als er bei einer polizeilichen Durchsuchung seiner Wohngemeinschaft, er war gerade nicht zuhause, die Polizeiwache anrief und Einbrecher meldete oder aber sich absichtlich beim scheinbaren Kleben von Plakaten erwischen ließ, dann aber nichts Anderes tat, als hingebungsvoll eine Wand mit Wasser anzupinseln.
Anders als die meisten der 68er wollte Hacki aber mehr als ein paar Reformen erkämpfen, um sich dann im Leben einzurichten. Er wollte auch nicht Arzt oder Rechtsanwalt werden, sondern machte in Weiden eine Schlosserlehre. Dort lernte er Renate kennen. Beide wurden Kommunisten, organisierten sich beim Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD. 1978 zogen sie nach München, wo sie dann mit ihren bald zwei Kindern, Vroni und Wolfgang lebten. Hacki wurde Metallarbeiter bei Meiler und selbstverständlich IG-Metaller. Wie andere Genossen auch wollte er rein in den Betrieb, nicht nur von außen agitieren. Er wollte mit den Kollegen die Kämpfe im Betrieb führen, um mehr Lohn, um die 35-Stunden-Woche und dabei die Arbeiter gewinnen für den Kampf, der darüber hinausgeht; die Erkenntnis säen, dass nichts sicher ist, solange die Fabriken in den Händen der Kapitalisten sind und Profit die maßgebliche Größe ist – nicht der Lohn, nicht die erkämpfte Arbeitszeit, nicht der Arbeitsplatz, nicht die Rente, kein demokratisches Recht und nicht der Frieden. Genauso wichtig war es deshalb Hacki, dass regelmäßig an den Betrieben verteilt und der Stoff geliefert wird, über den man mit den Kollegen die Auseinandersetzung führen konnte.
Hacki war nicht einer der Genossen, die Grundsatzpapiere schrieben, sondern jemand der unermüdlich mit für die Organisation der Aktivitäten sorgte, dafür dass Transparente gemalt und zur Stelle waren, dass die Verteilung vor den Betrieben klappte, die Verteiler sich austauschten über ihre Erfahrungen. Hacki war jemand, auf den man sich verlassen konnte, als Genosse und als Freund. Geduld allerdings war nie seine Stärke und er konnte ziemlich aufbrausen, wenn die Dinge nicht so funktionierten, wie sie sollten. So konnte es einem durchaus passieren, dass man angepfiffen wurde, wenn man wegen Regengüssen noch nicht verteilt hatte. „Das sind doch bloß Juni-Schauer, die kann man abwarten und weiterverteilen“, so die Zurechtweisung von Hacki.
Auch später noch, als er aus gesundheitlichen Gründen Berufsschullehrer für den Metallbereich geworden ist und selbstverständlich in die GEW eintrat, war es ihm wichtig, dass die Auf Draht dort verteilt wird, wo die Auszubildenden auf dem Weg zur Schule vorbei kamen. Er wollte einzelne Artikel, wann immer möglich, für den Unterricht nutzen.
Hacki blieb der unbeugsame Kämpfer auch dann, als die Geschichte 1989 eine folgenschwere Rolle rückwärts drehte, Bourgeois und Reaktion jubeln konnten, während die Arbeiterbewegung hier wie weltweit an dieser schweren Niederlage heftig zu kauen hatte. Der Arbeiterbund spaltete sich und Hacki setzte seine politische Tätigkeit in der Gruppe Kommunistische Arbeiterzeitung fort, in der er bis zum Ende Mitglied war. 1996 organisierte er sich dann, wie auch Renate und andere Genossen der Gruppe KAZ, zusätzlich in der DKP und verlegte dorthin den Schwerpunkt seiner Tätigkeit.
Wer war Hacki? Viel mehr, als ich hier sagen konnte. Er liebte seine Kinder und Enkel und dachte immer wieder mal darüber nach, was er anders hätte machen sollen und können in der gemeinsamen Zeit mit ihnen. Bis zum Schluss zeigte er uns in seinem Zimmer im Pflegeheim die Bilder seiner Enkel und reagierte, typisch Hacki, ungehalten, wenn wir nicht gleich erkannten, wer wer war.
Hacki wollte dem Menschen ein Mensch sein und kämpfte unermüdlich für eine Gesellschaft, in der das in voller Gänze erst möglich sein wird: eine Gesellschaft ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Er wird uns fehlen.
Gretl für die Gruppe Kommunistische Arbeiterzeitung (KAZ)
Liebe Veronika, lieber Niels, lieber Jonathan und Emma,
lieber Wolfgang, liebe Sandra, lieber Leopold und Rosalie,
liebe Ruth, lieber Johannes, lieber Michael,
liebe Verwandten,
liebe Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen
ich darf heute für die DKP einige Worte zum Genossen und Freund Hacki sagen.
Ich habe Hacki vor gut 25 Jahren, lange vor meiner Zeit in München und auch lange vor meinem Eintritt in die DKP kennengelernt. Damals noch als recht junge und recht neue Gewerkschaftlerin, am Anfang meines Studiums. Dass Hacki dort die Kolleginnen und Kollegen geprägt hat, haben wir ja gehört.
Einige Jahre nach meinem Umzug nach München, bin ich in die DKP eingetreten, und habe mich im Betriebsaktiv organisiert und da war ich mit ihm in einer Grundorganisation.
Hacki ging sehr bewusst in den 90er Jahren in die DKP. Diesen Schritt ging er nicht aus einer individueller Entscheidung heraus.
Er ging ihn, nach der Konterrevolution in den sozialistischen Ländern.
Er ging ihn nicht alleine, sondern zusammen mit Renate und mit einigen Genossinnen und Genossinnen.
Sie taten dies aus der Überzeugung heraus, dass dieses Land eine Kommunistische Partei braucht.
Sie taten dies auch aus dem Bewusstsein heraus, dass um diese Partei gerungen werden muss und dies nur als Teil der Partei möglich ist.
Sie taten dies, in der Erkenntnis, dass die Konterrevolution 1989 Tür und Tor für den Imperialismus öffnet.
Dass die Aufgabe sein muss, den Hauptfeind, den deutschen Imperialismus klar zu benennen und zu bekämpfen.
Hacki erzählte, Renate habe ihn damals „aufgerissen“, ihn als jungen Kerl und noch etwas grün hinter den Ohren. Danach gingen und kämpften die beiden jahrzehntelang bis 2015 Seite an Seite. Vollzeitarbeit, Politik, Familie, Kinder.
Vor 10 Jahren waren wir hier in dieser Halle und haben uns von Renate verabschiedet.
Renate, die Genossin, die Analytikerin, die Kämpferin, die Theoretikerin, die Vordenkerin. Eine solche Genossin und Partnerin an seiner Seite zu haben, sie zu unterstützen, stärken und mit ihr gemeinsam zu diskutieren und gemeinsam zu kämpfen, war jahrzehntelang Hackis Rolle.
In Renates letzter Lebensphase war es Hacki, der im vollen Bewusstsein über die Notwendigkeit ihrer politischen Rolle in der Parteiauseinandersetzung, sie als Fahrer und Sekretär quasi im Hintergrund unterstützte.
Mit dem Blick heute zurück können wir sagen, wahrlich eine Kampf- und Lebensgemeinschaft, entschieden für unsere gemeinsame Sache.
Ich glaube, Kind mit solch kämpfenden Eltern zu sein, hat sicherlich eine besondere Kindheit hervorgebracht.
Vieles, was sich Menschen erst erarbeiten müssen an Bewusstsein über die Welt, haben Veronika und Wolfgang im Alltag aufgesogen.
Aber auch Entbehrungen waren dabei, da die Politik gefühlt oft an erster Stelle stand.
Hacki waren, gerade in den letzten 10 Jahren ohne Renate, seine Besuche bei seinen Kindern und Enkeln, die gemeinsamen Ausflüge und Treffen wichtig. Er war stolz auf sie und glücklich, sie zu haben. Dies merkte man immer in den Erzählungen und wenn er versuchte zu berichten, was es Neues gab und wie er dabei strahlte.
Hacki war streitbar, genau, strukturiert, unbequem, zuverlässig und diszipliniert, wenn es um die gemeinsame politische Arbeit ging.
Er ging in Auseinandersetzungen, in die andere nur mit Bauchgrummen gingen.
Überzeugt und ruhig!
Überzeugt davon, das Notwendige, das Richtige zu machen.
Mit ruhig meine ich jetzt nicht, dass er leise war, dass er immer den richtigen Ton getroffen hätte oder so, oh nein.
Hacki konnte seine Stimme erheben!
Wenn man das ein oder andere Mal genau hinsah, sah man dann auch freudiges Glitzern in seinen Augen.
Hacki war ein Mensch des Wortes, des Witzes, der Ironie und auch der scharfen Worte, wenn es nötig war.
Das ist auch das, was er ausstrahlte.
„Traut euch – lasst euch nicht kleinmachen und überlegt was ihr machen könnt.
Glaubt daran, dass es meist mehr ist, was wir erreichen können, als das, was uns zugestanden werden soll.“
Dies tat er als Lehrer an seiner Berufsschule.
Als Sozialkundelehrer konnte er die ein oder andere Klasse auf eine Streikdemo mitnehmen. Ganz einfach als Exkursion für den praktischen Unterricht.
Dies tat er als Genosse gegenüber jüngeren Genossenen in der Partei und der SDAJ.
Mit Hacki konnte man diskutieren, aber auch streiten!
Es konnte auch schnell mal lauter werden und hitzig.
Oft ging das dann schneller und spitzte sich zu.
Aber, und das ist etwas, was man von Hacki lernen konnte, so schnell dieser Vulkan manchmal hochkochen konnte, so viel Gedanken machte er sich im Nachgang darüber und ging auch auf Genossinnen und Genossen zu, wenn er merkte, dass er über die Stränge geschlagen hat.
In den Jahren, als wir uns als Partei entschlossen, zu den Bundestagswahlen oder EU-Wahlen anzutreten, war es Hacki, der einer der Motoren in München war.
Der Motor, dass wir diskutierten, wie wir es machten, dass wir unsere Unterschriften sammelten, die Plakatständer erneuerten und aufstellten, welche in seinem unwahrscheinlich sortierten und geordneten Keller gelagert waren, die Übersicht nicht verloren und auch Auswertungen machten.
Hacki war es, der vorgelebt hat, dass wir als Kommunisten, die nicht in einer Industriegewerkschaft organisiert waren, in unsere Gewerkschaft hineingehen können und müssen, um dort aktiv zu wirken und auch anecken können und sollten.
Hacki war in der Parteiauseinandersetzung ein wichtiger und stabilisierender Genosse im Betriebsaktiv.
Er scheute die Auseinandersetzung nicht.
So manche Kreis- oder Bezirksversammlung in der Zeit, sah er stets als Plattform der inhaltlichen Auseinandersetzung und hielt auch so manche Anfeindung aus.
Er prägte das Betriebsaktiv durch seine klare und inhaltliche Orientierung.
Wir können und müssen hart und klar diskutieren, aber das im solidarischen Rahmen.
Während dem Neuaufbau des DKP Bezirks Südbayern war er eine verlässliche Bank.
Er wurde zum Kassierer des neuen Bezirks Südbayern und zudem Kreisvorsitzender in München und ermöglichte so den Neuaufbau.
Diese Ämter hatte er bis zu seinem Schlaganfall inne.
Aus dieser Zeit stammt eine meiner Erinnerungen, die immer wieder in mir hochkommen, wenn etwas nicht klappt, bis heute.
Bei Auswertungen oder auch wenn eine Planung fehlschlug, schallte es gerne mit Hackis unverwechselbaren stabilen Stimme durch den Raum „Ja, mach nur einen Plan! ...“ aus der Ballade von der Unzulänglichkeit Menschlichen Planens von Brecht. Nicht als Vorwurf, sondern als Feststellung und Aufforderung und Motivation an uns alle, nochmal zu hirnen.
„Leben einzeln und frei, doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht“– Nazim Hikmet
Dass Kommunist sein, nicht ein Teil des Lebens ist, sondern das ganze Leben umspannt, wissen wir alle. Hacki war ein Mensch, der dies gelebt hat, über die Generationen hinweg.
Wenn ich mich hier im Raum umschaue, sehe ich sehr viele Gesichter, die mit Hacki Urlaube verbracht haben, die sich mit ihm zu Ausflügen getroffen haben, gemeinsame Wochenenden auf der Datscha verbracht haben, Spieleabende durchlebt oder auch zu gemeinsamen Essen in der St. Cajetan Straße waren.
Hacki konnte kochen und tat dies gerne für Freunde und Genossen.
Er genoss die Abende mit Gesprächen und Diskussionen und zog aus den gemeinsam Erlebten viel Kraft für den täglichen Kampf.
Nach dem Tod von Renate war ihm die Wohnung zu groß und zu leer. Er beschloss, auf seine alten Tage, dass es eine Wohngemeinschaft werden sollte. Nach einigen Kurzzeitmitbewohnern zog Marlene in die Wohnung mit ein.
Sie wohnten Jahre zusammen und ihr ist es zu verdanken, dass Hacki nach seinem Schlaganfall so schnell in die Klinik kam und er so die Chance hatte, sich in das Leben zurückzukämpfen.
Dieser Schlaganfall, welcher ihm die Leichtigkeit der Sprache nahm.
Dieser Schlaganfall, von dem er sich, mit immenser Kraft und Disziplin zurückkämpfte, in sein, dann neues Leben!
In den Jahren danach, war Ruth, seine große Schwester, stets an der Seite ihres kleinen Bruders. Nicht immer ohne Spannungen, wie das unter Geschwistern so ist. Aber immer mit viel Zuneigung, Vertrauen und Liebe.
Für das bessere Leben zu kämpfen, das durchzog Hackis Leben wie ein roter Faden, das war sein Kompass.
Er kämpfte und sah auch den Feind stets klar.
Der Hauptfeind steht im eigenen Land, wie es Liebknecht formulierte.
Er diskutierte mit diesem Kompass in verschiedensten Zusammenhängen.
Sei es in der Schule mit den Schülern, wenn es um den Umbau der Industrie hin zur Rüstung geht. Heute wird dies unverhohlen als Notwendigkeit der Kriegstüchtigkeit benannt.
Sei es auf Gewerkschaftstagen, wenn die AFD als das größte Übel benannt wird und die Rolle und Aufgabe der CSU im gesellschaftlichen Rechtsruck negiert wird.
Sei es in der Partei, wenn es darum ging, welche historische Rolle eine DKP in einem der meist entwickelten imperialistischen Ländern der Welt haben muss, die Rolle den deutschen Imperialismus klar zu benennen.
Das Leben, die Erkenntnis der Welt und die Notwendigkeit des Kampfes um die Befreiung der Menschheit und auch der Verlust von Renate 2015 hinterließen bei Hacki Spuren.
Er entschloss sich 2019 sein Leben nochmal umzukrempeln.
Ein Leben ohne Alkohol! So ging er Anfang von Corona zu einer monatelangen Reha. Er wollte weiterhin leben und kämpfen können, für eine bessere Welt und vor allem weiterhin für Jonathan, Emma, Leopold und Rosalie ein Opa sein können.
Denn er wusste, er kämpft um eine Welt, die er ihnen und anderen Kindern hinterlässt.
Deswegen stellte er sich gegen Kriege auf. Gegen die Normalisierung der gesellschaftlichen Militarisierung, den reaktionär militaristischen Gesellschaftsumbau.
Dies tat er unter anderem im AK friedliche Schule in der GEW aber zum Beispiel auch am 1. Mai.
Nach der Demo und dem DGB-Programm, trat Hacki verkleidet als Offizier auf, der einen Trupp behelmter Schüler unterrichtete.
Neben ihm Günter Wangerin als Gauck, damals der Bundespräsident, um aufzuzeigen, was die Bundeswehr in den Schulen treibt.
Als Simone Burger dagegen die Polizei einsetzte, weil es sei ja nicht vom DGB angemeldet, provozierte er nicht, sondern rief laut alle Anwesenden auf, Beistand zu leisten, wenn die Polizei eine gewerkschaftliche Aktion angeht.
Wenn wir uns die Entwicklung heute ansehen. Reaktionärer-millitaristischer Gesellschaftsumbau, noch mehr Bundeswehr in den Schulen, immer mehr Betriebe gehen in die Rüstungsindustrie und die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden, weil der deutsche Imperialismus Kanonenfutter zur freien Verfügung braucht.
Sein Vorpreschen war also kein Kopf durch die Wand, sondern im leninschen Sinne avantgardistisch und massenorientiert.
Hacki benannte scharf und klar, die Kriegsgewinnler und Interessenten an Krieg, Mord und Vernichtung.
Dass dies, wenn es passiert, nicht den Menschenrechten, den Frauenrechten oder sonstigen vorgeschobenen humanitären Gründen dient, sondern nur im Interesse des deutschen Imperialismus geführt wird.
Wir verlieren mit Hacki einen Freund und Genossen, der sein ganzes Leben für unsere Sache gestritten, gekämpft, diskutiert und gerungen hat.
Ein Genosse, der das Menschsein, trotz aller Anfeindungen, Rückschläge und Widersprüche, die es gegeben hat, nicht vergessen hat.
Ein Mensch, der hinter seiner, oftmals erst mal hart wirkenden Schale, ein unwahrscheinlich treuer, mitfühlender, sensibler und verlässlicher Mensch und Freund war.
Zum Schluss möchte ich aus der Trauerkarte der Familie einen Text von Louis Fürnberg zitieren:
Wenn ich einmal heimgeh,
dort, woher ich kam,
aus den Tiefen der Wälder
und hinter den Ur-Nebeln hervor,
wird mein Heimweh nach der Erde nicht geringer sein.
Ich werde keine Ruhe finden
und mit dem Staub kämpfen,
der tun wird als wäre er meinesgleichen.
Mit dem ersten Schneeglöckchen
werde ich auf den Wiesen stehen,
die noch gelb sind vom Winter.
Mit den Maulwürfen
werde ich die Erde aufbrechen über mir.
Wenn ich einmal heimgeh,
dort woher ich kam,
werde ich ein Fremder sein
an meinem Ursprung.
Andrea für die DKP