Für Dialektik in Organisationsfragen
Zur Erklärung der Fraktion „Ausrichtung Kommunismus“ auf Seite 12
Wir lehnen den Aufruf der Fraktion Ausrichtung Kommunismus ab.
Auch wir sehen, dass sich die Widersprüche zuspitzen, die Gefahr von Faschismus und Krieg wächst und damit die Dringlichkeit des Aufbaus einer Kommunistischen Partei.
Doch die Zersplitterung und Schwäche der kommunistischen Bewegung überwinden zu wollen mit der allgemeinen Aufforderung an Freunde und Leser der KAZ, bestehende Organisationen zugunsten eines Beitritts zur DKP zu verlassen, halten wir für den falschen Weg. Ein solcher Aufruf nimmt die Schwächung bis hin zur Auflösung dieser Organisationen in Kauf. Statt Zusammenarbeit und notwendiger Klärung werden so Konkurrenz und Rivalität geschürt. Die notwendige, besondere Beachtung der Bedingungen auf dem DDR-Gebiet erfolgt nicht. Die unterschiedliche Geschichte, die daraus hervorgegangenen Erfahrungen der aus der SED hervorgegangenen kommunistischen Organisationen, die Erfahrungen einer doppelten Unterdrückung durch den deutschen Imperialismus finden in einem Aufruf, diese Organisationen zu verlassen, überhaupt keine Beachtung mehr. Besonderheiten wie die Organisierung der Kommunistischen Plattform in der Linkspartei werden entsprechend ignoriert.
Ein solches Vorgehen vertieft die Spaltung eher, als dass es zur Einheit im Kampf gegen den deutschen Imperialismus führt.
Wir wollen uns nicht von der DKP abgrenzen oder distanzieren, aber eben auch nicht von Anderen. Der Aufruf ist unseres Erachtens nicht im Sinne der Einheit der Kommunisten und des Marxismus-Leninismus.
Wir halten weiterhin an der Zielsetzung der Redaktionserklärung der Gruppe Kommunistische Arbeiterzeitung (KAZ) von 1997 fest:
„Unser Hauptbeitrag zum Wiederaufbau der KPD zum jetzigen Zeitpunkt unter den oben geschilderten Bedingungen ist die Arbeit an der Kommunistischen Arbeiterzeitung. Wir sehen unsere Zeitung als Hilfsmittel
– zur Erarbeitung des proletarischen Standpunktes zu den heutigen Problemen des Klassenkampfes, – zur Erleichterung der mündlichen und schriftlichen Agitation der klassenbewussten Arbeiter unter ihren Kollegen,
– zur Förderung der theoretischen Arbeit, die auf die Fragen zu antworten hat, die durch die Praxis der Arbeiterbewegung gestellt werden.
Hierbei wollen wir mit klassenbewussten Arbeitern und anderen revolutionären Kräften zusammenarbeiten, auch mit denen, die unsere oben dargelegten Anschauungen über den Wiederaufbau der KPD nicht teilen (...). Untrennbar damit verbunden ist die Zusammenarbeit beim Kampf in Betrieb und Gewerkschaft und im Widerstand der werktätigen Menschen gegen Regierung und Kapital. Wir wollen auf diese Weise mit der Kommunistischen Arbeiterzeitung einen Beitrag zur Einheit der revolutionären und kommunistischen Bewegung leisten und damit gleichzeitig die Einheit in unserer eigenen Organisation wieder festigen.“
In diesem Sinne wollen wir mit unserer Arbeit an der Kommunistischen Arbeiterzeitung weiter einen praktischen und theoretischen Beitrag für den Wiederaufbau der KPD leisten.