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Schlaglichter rund um die Corona-Politik

Robert Koch Institut (RKI) und die Politik

RKI als verlängerter Arm des Bundesgesundheitsministeriums am Beispiel der Impfung Jugendlicher

Das RKI mit seinem Präsidenten Prof. Lothar Wieler kommt im Fernsehen immer daher wie die wissenschaftliche Erkenntnis persönlich. Nicht bekannt ist hingegen, dass das RKI und sein Präsident nicht unabhängig sind, sondern Herrn Spahn und dem Gesundheitsministerium unterstehen. Selbst die Empfehlungen der formal unabhängigen Ständigen Impfkommission (STIKO)1, die aus wissenschaftlichen Experten besteht, werden erst nach Beratung und Veränderungen durch die Länder und die Bundesregierung dann vom RKI veröffentlicht. Dann folgen noch staatliche Interpretationen. Der Text mit seinen Formulierungen erinnert einen eher an das Kleingedruckte einer Versicherungspolice als an eine allgemein verständliche Empfehlung für jedermann. So kommt zwar jetzt in der aktuellen Impfempfehlung die „STIKO zu dem Schluss, die Impfung ... auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ohne Vorerkrankung zu empfehlen.“ Gleichzeitig warnt sie ausdrücklich, dass nicht die „Teilhabe an Bildung, Kultur und anderen Aktivitäten des sozialen Lebens vom Vorliegen einer Impfung abhängig gemacht wird.“

Schon im nächsten Satz steht: „Bei der COVID-19-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) handelt es sich um eine Indikationsimpfempfehlung im Rahmen einer Pandemie. Ob es in Zukunft eine Standardimpfempfehlung oder eine Indikationsimpfempfehlung geben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden.“ (Unterstr. d. A.) Dies wird aber von Herrn Spahn und den Ländern dann als uneingeschränkte Empfehlung für alle Kinder über 12 Jahren verkauft und mit Sonderimpfaktionen auf Jahrmärkten und an Schulen umgesetzt. Durch die angedrohte 2G-Regel wird das soziale Leben der ungeimpften Kinder auch gegen die Warnung der STIKO eingeschränkt. Bei einer „Indikationsempfehlung“ soll aber gerade eine individuelle Indikation, ein spezieller Grund für die Impfung vorliegen. Daher fordert die STIKO: „Die Impfung erfordert eine ärztliche Aufklärung unter Berücksichtigung des Nutzens und des Risikos, die auch für die betroffenen Kinder und Jugendlichen verständlich sein muss.“ Denn es ist in der Zwischenzeit auf Grund von Studien aus Israel und USA gesichert, dass insbesondere bei jugendlichen Männern ein geringes aber eindeutig erhöhtes Risiko für Herzmuskelentzündungen gegeben ist. „Der akute Verlauf der Myokarditiden ist unter stationärer Behandlung meist mild; über mögliche Langzeitfolgen liegen bisher keine Erkenntnisse vor.“ Langzeitfolgen könnten immerhin Herzmuskelschwäche und Herzrhythmusstörungen sein. Und die STIKO fährt zur Einschätzung fort: „COVID-19 ist in der Regel bei Kindern und Jugendlichen keine schwere Erkrankung. Die Mehrzahl der SARS-CoV-2-Infektionen verläuft asymptomatisch oder mit milden Symptomen; Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen ohne Vorerkrankungen sind eine absolute Seltenheit.“

Auch beim Argument, die Virusausbreitung durch Kinderimpfung zu stoppen, sagt die STIKO eindeutig: „Die Impfung von Kindern und Jugendlichen ... hätte ohne Verbesserung der Impfquoten in der Altersgruppe der 18– 59-Jährigen keinen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der bevorstehenden vierten Welle.“ Eigentlich wird aus allen Darlegungen nur klar, dass es nicht individuelle medizinische Gründe sind, weshalb Jugendliche geimpft werden sollen. Natürlich ist es für die Jugendlichen bequemer, sich einmal impfen zu lassen, als sich weiterhin monatelang regelmäßig testen zu lassen. Nur über die Zeit wird man sehen, ob dies klug ist. Jedenfalls ist es die billigere Lösung und erhöht obendrein den Umsatz von Pfizer/BioNTech.

AG Corona

1 Die STIKO ist eine nur formal unabhängige Expertenkommission. Die Experten sind bei uns zwangsläufig auf vielfältige Weise mit der Pharmaindustrie verbunden und die Studien wiederum, auf die sie sich beziehen, werden maßgeblich von der Pharmaindustrie beeinflusst.

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