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Nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus 1945 war es sehr schnell das Bestreben der zur imperialistischen Hauptmacht gewordenen USA, in Europa ein Bollwerk gegen den Sozialismus aufzubauen. Mit der Bildung des westdeutschen Separatstaates wurde deutlich, daß an der Wiege der „Vereinigten Staaten von Europa“ die Zerreißung der deutschen Nation und Europas stand.

1. Etappe 1945-1949

- Sieg der Volksdemokratien im ganzen Osten und Südosten Europas (mit Ausnahme Griechenlands).

- Vollendung der Spaltung Deutschlands durch den US-Imperialismus und durch die Westmächte.

- Wiederherstellung der französischen und englischen Kolonialreiche gegen den Widerstand der Völker; politische Unabhängigkeit für Indien.

2. Etappe 1950-1956

- Wiederentstehung des deutschen Imperialismus auf dem Gebiet der BRD, Renazifizierung und Remilitarisierung, Verbot der Freien Deutschen Jugend (FDJ) 1951, der Vereinigten Verfolgten des Naziregimes (VVN) und schließlich der KPD 1956. Die BRD ist Juniorpartner des US-Imperialismus in Westeuropa.

- Unterzeichnung des Pariser Vertrages über die Errichtung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.(EGKS)

- Gründung von Wehrunion (WEU) und Nato als Militärblöcke gegen den Sozialismus in Europa. Als ökononmische Grundlage für diese Militärblöcke entsteht unter dem Druck des US-Imperialismus die Montan-Union.

- Aufschwung der nationalen Befreiungsbewegung in Korea, Vietnam, Indonesien, Iran, Irak, Ägypten, Algerien und in weiten Teilen Afrikas, Destabilisierung der französischen und englischen Kolonialreiche.

3. Etappe 1957-1969

-Die BRD wird stärkste Wirtschaftsmacht in Westeuropa und gegen Ende dieser Etappe auch stärkste Militärmacht.

- Römische Verträge: Gründung der EWG 1957-58 zur Herstellung eines gemeinsamen Marktes, einer Zollunion (vollendet 1968). Grundlage dieser Zollunion ist das Bündnis der westdeutschen und französischen Monopole zur Aufteilung der Märkte in Europa.

- Mitgliedsstaaten sind zunächst: BRD, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxembourg, Italien.

- Großbritannien, Dänemark und Irland beantragen 1961 erstmalig Mitgliedschaft in die EWG. Aufnahme scheitert an Frankreich.

- Es folgt die kapitalistische Lösung der chronischen Agrarkrise sowie zunächst die Frontstellung gegen die Länder des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW)

Im Zuge der Hallstein-Doktrin Abbruch der dipl. Beziehungen zu Jugoslawien 1957.

1959 Gründungskonvention der EFTA (Verband der blockneutralen Staaten in Europa: Norwegen, Schweden, Finnland, Österreichs und Liechtensteins)

- Auflösung der englischen und französischen Kolonialreiche und Übergang zu neokolonialen Formen der Ausplünderung; verstärktes Eindringen des US-Imperialismus in diese Länder.

- Ende der Nachkriegsprosperität in Westdeutschland 1966

- Verschärfung der politischen Unterdrückung in Westeuropa: Notstandsgesetze in der BRD.

- reaktionäre Umsturzversuche in Italien, Aufschwung der demokratischen- und Arbeiterbewegung.

- Angesichts der gewachsenen Widersprüche in den RGW-Ländern beginnt auf Initiative einzelner westdeutscher Monopolgruppen die „neue“ Ostpolitik unter der Kiesinger-Regierung der großen Koalition. In dieser Zeit werden Handelsabkommen mit Ungarn, Bulgarien, Rumänien , der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Polen getroffen.

- Am Ende dieser Etappe hat der deutsche Imperialismus, auch wenn er politisch noch nicht völlig gleichberechtigt ist, neuen Spielraum gewonnen: in Europa hat er seine Stellung verstärkt gegen die anderen euröpäischen Imperialisten als Ausgangsbasis, um mit dem US-Imperialismus rivalisieren zu können. Durch die „neue Ostpolitik“ will er einerseits den Einfluß in den RGW-Ländern verstärken und andererseits die Möglichkeit schaffen, auf die europäischen „Partner“ Druck ausüben zu können. (Angst vor einem deutschen „Alleingang“)

- 1967: Fusionierung von EGKS, EWG und Euratom zur EG

4. Etappe 1970-88

- Die BRD tritt zunehmend aus dem Windschatten des US-Imperialismus heraus, der durch den Vietnam-Krieg geschwächt ist. Engmaschige ökonomische Durchdringung der Länder der „EG“ durch Kapitalexport.

- Ausbau des politischen Unterdrückungsapparates, Militarisierung der Gesellschaft, Hochrüstung.

- Nachdem Frankreich 1967 die Anträge Großbritaniens, Irlands und Dänemarks auf Mitgliedschaft ablehnt hat, werden diese Länder 1973 doch aufgenommen, um der westdeutschen Vormachtstellung in Westeuropa entgegenzuwirken.

- 1979 tritt das Europäische Währungssystem (EWS) in Kraft, die Rechnungseinheit ist die Eurpean Currancy Unit (ECU).

1981 Aufnahme Griechenlands in die EG, 1986 gefolgt von Spanien und Portugal.

- Chronische und zyklische Wirtschaftskrisen in den imperialistischen Ländern. Westeuropas und in den USA. Hingegen ökonomische Expansion des japanischen Imperialismus.

- Krisen- und Auflösungserscheinungen in den RGW-Ländern.

Dollar und DM werden in den meisten Ländern des RGW beherrschend. Starke Verschuldung der RGW-Länder, insbesondere an den deutschen Imperialismus.

Am Ende dieser Etappe hat der deutsche Imperialismus seine Vormachtstellung in Westeuropa konsolidiert und ist weiter in die RGW-Länder eingedrungen. In diese Zeit fällt die Vereinbarung diplomatischer Beziehungen zwischen EG und RGW.

Stagnation und Fäulnis machen sich in Westeuropa immer mehr breit: Folgen sind Korruptionsaffären, kultureller Niedergang, chronische Massenarbeitslosigkeit.

- Die Krise in den RGW-Ländern führt jedoch zur immer offeneren Propagierung des kapitalistischen Wegs.

5. Etappe ab 1989

- Einverleibung der DDR. Mit der Zerschlagung von RGW und Warschauer Vertrag, sowie Liquidierung und Einverleibung der EFTA beginnt eine neue Etappe der Einigung und Spaltung Europas.

Die BRD baut seine Vorherrschaft in Europa politisch, militärisch und wirtschaftlich aus.

- Kohl und Mitterand schlagen 1991 den Ausbau der Westeuropäischen Union (WEU) auf Grundlage der Schaffung von Eurokorps als militärische Komponente der EU vor.

- Am 23. 12.1991 erfolgt im Alleingang die Anerkennung der von Jugoslawien abgetrennten Staaten Sloweniens und Kroatiens durch die BRD, nachdem sich die EG-Außenminister gegen eine mögliche Unabhängigkeit Sloweniens und Kroatiens verständigt haben.

Es folgt eine Kette von Anerkennungen der Länder Rußland, Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, der Moldaurepublik, der Ukraine, Turkmenistan, Usbekistan und Weißrußland durch die BRD.

- Mit dem militärischen Konflikt in Jugoslawien flammen nach 47 Jahren Abwesenheit wieder Kriege in Europa auf.

Im April 1993 entsendet die Bundesregierung Truppen nach Bosnien-Herzegowina, Mit Billigung des ersten Kampfeinsatzes deutscher Soldaten seit Ende des Zweiten Weltkrieges seitens des Bundesverfassungsgerichts läutet es wieder militärisches Vorgehen für die Interessen des deutschen Imperialismus ein.

- 1993 tritt der Maastricht Vertrag zur Einführung des Euro in Kraft.

- 1994 beschließt der Europäische Rat eine Strategie zur Einverleibung Mittel-und Osteuropas in die Union.

- 1997 Amsterdamer Vertäge zur Verschärfung des Maastrichter Vertrages

- 1998 erfolgt die Festlegung über die Teilnahme am Währungssystem. Die Osterweiterung der EU wird beschlossen.

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