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KAZ-Fraktion: „Ausrichtung Kommunismus”

80 Jahre Sieg der Völker über den Faschismus (Nachlese)

Vieles wollten uns die Herrschaften in Berlin auf ihrem wahnwitzigen Kriegsertüchtigungskurs und ihrem dritten Anlauf zur Weltmacht an diesem 80. Jahrestag ihrer Niederlage verbieten: das Zeigen von Fahnen der Russischen Föderation und Bjelarus, die Fahnen der Sowjetunion, von Hammer und Sichel und sogar die große, die schöne rote Fahne vergessen machen. Die Lieder des Kampfs und des Siegs verboten, dafür das systematische Aufbauen des neuen/alten Feindbildes: der Russe! Der hatte die Frechheit, Auschwitz zu befreien, das blutende und zertrümmerte Berlin zu retten, gegen eine Zerstückelung Deutschlands einzutreten, keine Rache zu nehmen für das, was die deutschen Barbaren in einem Rassen- und Vernichtungskrieg in Russland, Bjelarus, in der Ukraine, in den baltischen Sowjetrepubliken usw. angerichtet hatten. Und ganz still war es in diesen Tagen des Mai 2025 um den Kopf des Sieges und Obersten Befehlshaber, um Josef Wissarionowitsch Stalin, dem Deutschland und viele Deutsche das Überleben verdanken: Als die Nazi-Wehrmacht vor Stalingrad stand, war von Stalin an die eigenen Truppen gerichtet: „Die Erfahrungen der Geschichte besagen, daß die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt.“ (23.2.1942)

Wir bringen 1. die nüchterne, fast spröde Rede J.W. Stalins, von Stolz und Freude über den kommenden Frieden erfüllt, aber ohne Nationalismus, Chauvinismus und Völkerhass.

2. einen selbstkritischen Trinkspruch des Georgiers(!) Stalin-Dschugaschwili auf das russische Volk, der erklärt, weshalb die deutschen Militaristen und Faschisten einen unbändigen Hass auf gerade dieses Land und sein unbezwingbares Volk haben und heute wieder schüren. Dieses Volk, das einen Lenin, die Bolschewiki und die KPdSU hervorgebracht hat!

3. einen Beitrag von Stalin, in dem er ausführt, dass der zweite Weltkrieg von Anfang an, auch schon vor dem Eintritt der Sowjetunion in den Krieg, ein gerechter, ein antifaschistischer Krieg, ein Befreiungskrieg war.

1. ANSPRACHE DES GENOSSEN J. W. STALIN AN DAS VOLK 9. Mai 1945

Genossen! Mitbürger und Mitbürgerinnen!

Der große Tag des Sieges über Deutschland ist gekommen. Von der Roten Armee und den Truppen unserer Verbündeten auf die Knie gezwungen, hat sich das faschistische Deutschland für besiegt erklärt und bedingungslos kapituliert.

Am 7. Mai wurde in Reims ein vorläufiges Kapitulationsprotokoll unterzeichnet. Am 8. Mai haben in Berlin Vertreter des deutschen Oberkommandos im Beisein von Vertretern des Obersten Kommandos der verbündeten Truppen und des Obersten Kommandos der Sowjettruppen die endgültige Kapitulationsurkunde unterzeichnet, mit deren Verwirklichung am 8. Mai um 24 Uhr begonnen wurde.

Da wir die Wolfsnatur der deutschen Machthaber kennen, die Verträge und Abkommen als einen bloßen Fetzen Papier betrachten, haben wir keinen Grund, ihnen aufs Wort zu glauben. Seit heute morgen jedoch haben deutsche Truppen in Verwirklichung der Kapitulationsurkunde begonnen, in Massen die Waffen zu strecken und sich unseren Truppen gefangen zu geben. Das ist schon kein bloßer Papierfetzen mehr. Das ist die tatsächliche Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Allerdings sucht im Raume der Tschechoslowakei eine deutsche Heeresgruppe immer noch, sich der Kapitulation zu entziehen. Aber ich hoffe, dass es der Roten Armee gelingen wird, sie zur Besinnung zu bringen.

Jetzt haben wir vollen Grund zu erklären, dass der historische Tag der endgültigen Niederwerfung Deutschlands, der Tag des großen Sieges unseres Volkes über den deutschen Imperialismus gekommen ist.

Die großen Opfer, die wir für die Freiheit und Unabhängigkeit unseres Heimatlandes gebracht haben, die unermesslichen Entbehrungen und Leiden, die unser Volk während des Krieges zu erdulden hatte, die auf dem Altar des Vaterlandes dargebrachte angespannte Arbeit im Hinterland und an der Front sind nicht vergeblich gewesen, sondern durch den vollen Sieg über den Feind gekrönt worden. Der jahrhundertelange Kampf der slawischen Völker um ihre Existenz und Unabhängigkeit hat mit dem Sieg über die deutschen Okkupanten und die deutsche Tyrannei geendet.

Von nun an wird das große Banner der Völkerfreiheit und des Völkerfriedens über Europa wehen.

Vor drei Jahren verkündete Hitler vor aller Welt, dass die Zerstückelung der Sowjetunion, die Losreißung des Kaukasus, der Ukraine, Bjelorußlands, der baltischen Länder und anderer Sowjetgebiete zu seiner Aufgabe gehört. Er erklärte unumwunden: „Wir werden Rußland vernichten, dass es sich niemals mehr erheben kann.“ Das war vor drei Jahren. Die wahnwitzigen Ideen Hitlers sollten jedoch nicht in Erfüllung gehen – im Verlaufe des Krieges sind sie wie Spreu im Winde verweht. Was in Wirklichkeit herauskam, ist das gerade Gegenteil dessen, wovon die Hitlerleute faselten. Deutschland ist aufs Haupt geschlagen. Die deutschen Truppen kapitulieren. Die Sowjetunion feiert den Sieg, wenn sie sich auch nicht anschickt, Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten.

Genossen! Der Große Vaterländische Krieg hat mit unserem vollen Sieg geendet. Die Periode des Krieges in Europa ist zu Ende. Die Periode der friedlichen Entwicklung hat begonnen.

Ich beglückwünsche euch zum Siege, meine lieben Mitbürger und Mitbürgerinnen! Ruhm und Ehre unserer heldenhaften Roten Armee, die die Unabhängigkeit unserer Heimat behauptete und den Sieg über den Feind errungen hat!

Ruhm und Ehre unserem großen Volke, dem Siegervolk!

Ewiger Ruhm den in den Kämpfen gegen den Feind gefallenen Helden, die ihr Leben hingaben für die Freiheit und das Glück unseres Volkes!

2. REDE DES GENOSSEN J.W. STALIN BEIM EMPFANG IM KREML ZU EHREN DER TRUPPEN DER ROTEN ARMEE 24. Mai 1945

Genossen, erlauben Sie mir, noch einen, den letzten Trinkspruch auszubringen.

Ich möchte einen Toast auf das Wohl unseres Sowjetvolkes und vor allem auf das des russischen Volkes ausbringen. (Stürmischer, lang anhaltender Beifall, Hurrarufe.)

Ich trinke vor allem auf das Wohl des russischen Volkes, weil es die hervorragendste Nation unter allen zur Sowjetunion gehörenden Nationen ist.

Ich bringe einen Toast auf das Wohl des russischen Volkes aus, weil es sich in diesem Kriege die allgemeine Anerkennung als die führende Kraft der Sowjetunion unter allen Völkern unseres Landes verdient hat.

Ich bringe einen Toast auf das Wohl des russischen Volkes aus, nicht nur weil es das führende Volk ist, sondern auch weil es einen klaren Verstand, einen standhaften Charakter und Geduld besitzt.

Unsere Regierung hat nicht wenig Fehler gemacht, wir hatten in den Jahren 1941- 1942 Augenblicke einer verzweifelten Lage, als unsere Armee zurückging und die uns lieben und teuren Dörfer und Städte der Ukraine, Bjelorußlands, der Moldau, des Leningrader Gebiets, der baltischen Länder und der Karelisch-Finnischen Republik aufgab, weil kein anderer Ausweg vorhanden war. Ein anderes Volk hätte zu seiner Regierung sagen können: ihr habt unsere Erwartungen nicht gerechtfertigt, macht, dass ihr fortkommt, wir werden eine andere Regierung einsetzen, die mit Deutschland Frieden schließt und uns Ruhe sichert. Doch das russische Volk hat nicht so gehandelt, denn es glaubte daran, dass die Politik seiner Regierung richtig war, und brachte Opfer, um die Niederwerfung Deutschlands zu gewährleisten. Und dieses Vertrauen des russischen Volkes zur Sowjetregierung hat sich als der entscheidende Faktor erwiesen, der den historischen Sieg über den Feind der Menschheit, über den Faschismus, gesichert hat.

Dem russischen Volk sei für dieses Vertrauen gedankt!

Auf das Wohl des russischen Volkes! (Stürmischer, nicht enden wollender Beifall.) J

3. REDE STALINS IN DER WÄHLERVERSAMMLUNG DES STALIN-WAHLBEZIRKS DER STADT MOSKAU 9. Februar 1946 (Auszug)

Genossen! Seit den letzten Wahlen zum Obersten Sowjet sind acht Jahre vergangen. Diese Periode war reich an entscheidenden Ereignissen. Die ersten vier Jahre vergingen in angespannter Arbeit der Sowjetmenschen zur Verwirklichung des dritten Fünfjahrplans. Die darauf folgenden vier Jahre umfassen die Ereignisse des Krieges gegen die deutschen und japanischen Aggressoren, die Ereignisse des zweiten Weltkriegs. Zweifellos bildet der Krieg das Hauptmoment der verflossenen Periode.

Es wäre falsch, zu glauben, dass der zweite Weltkrieg zufällig oder infolge von Fehlern dieser oder jener Staatsmänner entstanden sei, obgleich es unbestreitbar Fehler gegeben hat. In Wirklichkeit war der Krieg ein unvermeidliches Ergebnis der Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Weltkräfte auf der Basis des modernen Monopolkapitalismus. Die Marxisten haben wiederholt erklärt, dass das kapitalistische Weltwirtschaftssystem die Elemente einer allgemeinen Krise und kriegerischer Zusammenstöße in sich birgt, dass infolgedessen die Entwicklung des Weltkapitalismus in unserer Zeit nicht in Form einer reibungslosen und gleichmäßigen Vorwärtsbewegung vor sich geht, sondern Krisen und Kriegskatastrophen durchmacht. Die Sache ist nämlich die, dass die ungleichmäßige Entwicklung der kapitalistischen Länder im Laufe der Zeit gewöhnlich zu einer jähen Störung des Gleichgewichts innerhalb des Weltsystems des Kapitalismus führt, wobei die Gruppe kapitalistischer Länder, die sich mit Rohstoffen und Absatzmärkten für weniger gut versorgt hält, gewöhnlich Versuche unternimmt, die Lage zu ändern und die „Einflusssphären“ zu ihren Gunsten neu aufzuteilen – und zwar durch Anwendung von Waffengewalt. Das Ergebnis ist die Spaltung der kapitalistischen Welt in zwei feindliche Lager und der Krieg zwischen ihnen.

Man könnte vielleicht Kriegskatastrophen vermeiden, wenn die Möglichkeit bestünde, die Rohstoffe und Absatzmärkte unter den Ländern entsprechend ihrem wirtschaftlichen Gewicht, durch Annahme koordinierter und friedlicher Beschlüsse, periodisch neu aufzuteilen. Aber das läßt sich unter den gegenwärtigen kapitalistischen Entwicklungsbedingungen der Weltwirtschaft nicht verwirklichen.

So kam es infolge der ersten Krise des kapitalistischen Systems der Weltwirtschaft zum ersten Weltkrieg und infolge der zweiten Krise zum zweiten Weltkrieg.

Das heißt natürlich nicht, dass der zweite Weltkrieg eine Kopie des ersten ist. Im Gegenteil, der zweite Weltkrieg unterscheidet sich seinem Charakter nach wesentlich vom ersten. Man muss berücksichtigen, dass die ausschlaggebenden faschistischen Staaten – Deutschland, Japan, Italien -, ehe sie die verbündeten Länder überfielen, bei sich zu Hause die letzten Reste der bürgerlich-demokratischen Freiheiten vernichteten, bei sich zu Hause ein brutales Terrorregime aufrichteten, das Prinzip der Souveränität und freien Entwicklung der kleinen Länder mit Füßen traten, die Politik der Eroberung fremder Gebiete als ihre eigene Politik verkündeten und vor aller Welt erklärten, dass sie die Weltherrschaft und die Ausdehnung des faschistischen Regimes auf die ganze Welt anstreben, wobei die Achsenmächte durch die Annexion der Tschechoslowakei und der Zentralgebiete Chinas zeigten, dass sie bereit sind, ihre Drohung wahr zu machen, d. h. alle freiheitsliebenden Völker zu versklaven. Infolgedessen nahm der zweite Weltkrieg gegen die Achsenmächte, zum Unterschied vom ersten Weltkrieg, gleich von Anfang an den Charakter eines antifaschistischen, eines Befreiungskrieges an, dessen eine Aufgabe denn auch die Wiederherstellung der demokratischen Freiheiten war. Der Eintritt der Sowjetunion in den Krieg gegen die Achsenmächte konnte den antifaschistischen und Befreiungscharakter des zweiten Weltkrieges lediglich verstärken und hat ihn auch tatsächlich verstärkt. (Hervorh. CoR)

Eben auf dieser Grundlage bildete sich die antifaschistische Koalition der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritanniens und der anderen freiheitsliebenden Staaten, die dann für die Zerschmetterung der Streitkräfte der Achsenmächte von entscheidender Bedeutung war.

So ist es um die Frage des Ursprungs und Charakters des zweiten Weltkrieges bestellt.

Jetzt dürften alle anerkennen, dass der Krieg tatsächlich kein Zufall im Leben der Völker war und es auch nicht sein konnte, dass er in der Tat zu einem Krieg der Völker um ihre Existenz wurde und dass er gerade deshalb kein kurzfristiger, kein Blitzkrieg sein konnte.

Was unser Land betrifft, so war dieser Krieg der grausamste und schwerste von allen Kriegen, die es in der Geschichte unseres Heimatlandes je gegeben hat.

Aber der Krieg war nicht nur ein Fluch. Er war gleichzeitig eine große Schule der Prüfung und eine Bewährungsprobe für alle Kräfte des Volkes. Der Krieg hat alle Tatsachen und Ereignisse im Hinterland und an der Front bloßgelegt, er hat erbarmungslos alle Schleier und Hüllen heruntergerissen, die das wahre Gesicht der Staaten, Regierungen und Parteien verdeckten, und hat sie ohne Maske, ohne Schminke, mit allen ihren Mängeln und Vorzügen auf die Bühne gestellt. Der Krieg brachte eine Art Examen für unsere Sowjetordnung, unseren Staat, unsere Regierung, unsere Kommunistische Partei und zog das Fazit ihrer Arbeit, als wollte er uns sagen: da sind sie, eure Menschen und Organisationen, ihre Taten und ihr Leben – schaut sie euch aufmerksam an und würdigt sie nach ihren Werken.

Darin liegt eine der positiven Seiten des Krieges.

Für uns, für die Wähler, ist dieser Umstand von großer Bedeutung, denn er hilft uns, die Tätigkeit der Partei und ihrer Menschen schnell und objektiv zu werten und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Zu anderer Zeit müsste man die Reden und Berichte der Vertreter der Partei studieren, sie analysieren, ihre Worte mit ihren Taten vergleichen, das Fazit ziehen und dergleichen mehr. Das erfordert eine komplizierte und schwierige Arbeit, wobei man keine Gewähr hat, dass nicht Fehler begangen werden. Anders liegen die Dinge jetzt, da der Krieg beendet ist, da der Krieg selbst die Arbeit unserer Organisationen und Leiter überprüft und das Fazit dieser Arbeit gezogen hat. Jetzt ist es für uns viel leichter, uns zurechtzufinden und zu den richtigen Schlüssen zu gelangen.

Welches sind also die Ergebnisse des Krieges?

Es gibt ein Hauptergebnis, auf Grund dessen alle anderen Ergebnisse entstanden sind. Dieses Ergebnis besteht darin, dass unsere Feinde bei Kriegsausgang eine Niederlage erlitten haben, wir aber und unsere Verbündeten die Sieger geblieben sind. Wir haben den Krieg mit dem vollen Sieg über unsere Feinde beendet – das ist das Hauptergebnis des Krieges. Doch das ist ein zu allgemeines Ergebnis, und wir können hier keinen Punkt setzen. Gewiss, die Feinde schlagen, in einem Krieg wie dem zweiten Weltkrieg, in einem Krieg, wie es ihn in der Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben hat, das heißt einen weltgeschichtlichen Sieg erringen. Das alles ist richtig. Aber das ist doch nur das allgemeine Ergebnis, und wir können uns damit nicht zufrieden geben. Um die große historische Bedeutung unseres Sieges zu begreifen, muss man diese Frage konkreter untersuchen.

Wie ist also unser Sieg über die Feinde zu verstehen, was kann dieser Sieg vom Gesichtspunkt des Zustandes und der Entwicklung der inneren Kräfte unseres Landes bedeuten?

Unser Sieg bedeutet vor allem, dass unsere sowjetische Gesellschaftsordnung gesiegt hat, dass die sowjetische Gesellschaftsordnung die Feuerprobe des Krieges mit Erfolg bestanden und ihre volle Lebensfähigkeit bewiesen hat.

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