Warum ist es gerade heute so unendlich wichtig, die Anstrengungen für die Freiheit Wesley Cooks, besser bekannt als Mumia Abu-Jamal, zu intensivieren?
Mumia, ein Revolutionär, von Beruf Radiojournalist aus Philadelphia, engagierte sich schon früh in der schwarzen Emanzipationsbewegung. Im Alter von nur 14 Jahren baute er die Black Panther Party in Philadelphia mit auf und setzte sich nach deren Zusammenbruch wenige Jahre später als die „Stimme der Stimmlosen“ für die Rechte der schwarzen Bevölkerung, vor allem gegenüber der Polizeibrutalität ein. Er war der zumeist weißen Polizei ein Dorn im Auge.
Wie bekannt sein dürfte, wurde Abu-Jamal am 25. Mai 1983 wegen des angeblichen Mordes an dem Polizeibeamten Daniel Faulkner aufgrund fadenscheiniger Beweise und zum Teil erkauften Zeugenaussagen zum Tode verurteilt und sitzt seitdem in der Todeszelle.
Der staatliche Rassismus war einer der Hauptpunkte für die erneute Forderung nach einem neuen und fairen Prozess, meinte Robert Bryan, der leitende Anwalt im Verteidigungsteam Mumias während des Interviews mit der UZ am 14. Juli 2006, einen Tag nach Ablauf der Frist für die Eingabe am Bundesberufungsgericht. Und auch das Eingehen auf die Rechtsbrüche, die dem Prozess immanent sind, wurde in die Begründung aufgenommen.
Die Unschuld Mumias wird inzwischen von keinem objektiven Menschen mehr bezweifelt, im Gegenteil. In Paris wurde ihm, der „Stimme der Stimmlosen“ am 4. Oktober 2003 die Ehrenbürgerschaft verliehen, überreicht durch Bürgermeister Delanoë und von Angela Davis entgegengenommen. Und vor gut einem Jahr wurde eine neugebaute Straße im französischen St. Denis nach Mumia Abu-Jamal benannt und löste in den USA bei etlichen rechtsgerichteten Politikern einen Sturm der Empörung aus. Dies konnte jedoch nur durch die breite Unterstützung der fortschrittlichen Kräfte der Welt erzwungen werden.
Das Urteil des Bundesberufungsgerichts wird im Frühjahr 2007 erwartet und die beiden einzigen Möglichkeiten könnten „Neuer Prozess“ oder „Bestätigung der Todesstrafe“ lauten. Die unterliegende Seite kann dann nur noch vor den Supreme Court gehen, dessen Urteil endgültig bindend ist.
Deswegen ist es heute wichtiger denn je, den Mächtigen der USA und der Klassenjustiz weltweit es so schwer wie möglich zu machen, solche Schandurteile weiterhin zu fällen und Revolutionäre wie Abu-Jamal zu ermorden.
Wie die Geschichte bewiesen hat, ist Mumia nicht das erste politische Opfer, dem ein Mord in die Schuhe geschoben werden sollte. Dieses System hat Methode und wurde schon vor über 85 Jahren bei den beiden revolutionären italienischen Einwanderern, Nicola Sacco und Bartholomeo Vanzetti, angewandt. Nur durch weltweite Unterstützung und Proteste konnte auf die Ungerechtigkeiten in diesem Fall aufmerksam gemacht und deren Hinrichtung um Jahre verzögert werden, verhindert wurde sie leider nicht.
Der Ermordung eines weiteren unschuldigen Menschen, der sich dazu auch noch gegen Unterdrückung, Polizeibrutalität, für Gerechtigkeit und Überwindung dieses kapitalistischen Systems einsetzt, darf nicht tatenlos zugesehen werden und muss verhindert werden. Im Sinne des proletarischen Internationalismus müssen wir unsere Kräfte bündeln und weltweit Solidarität üben, indem wir lautstark auf der Straße protestieren, Geld an Unterstützungsorganisationen spenden und/oder Solidaritätsbekundungen an Mumia in die Todeszelle schicken.
In jedem Dorf, in jeder Stadt, in jedem Land; weltweit muss die Parole lauten:
Hoch die internationale Solidarität
Für die Freiheit und das Leben von Mumia Abu-Jamal
Konto für die Kampagnekosten
Sonderkonto „Kampagne“/Archiv`92
SEB-Bank Bremen
Kto.Nr. 100 873 8702
BLZ 290 101 11
Spenden für Mumias Verteidigung
Sonderkonto „M. Abu-Jamal“/Archiv`92
SEB-Bank Bremen
Kto.Nr. 100 873 8701
BLZ 290 101 11