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Solidarität

Welche Möglichkeiten der proletarische Internationalismus der Menschheit bieten kann, beweist Cuba schon bald nach dem Sieg der Revolution 1959. Hier soll die enormen Anstrengungen des sozialistischen Landes auf dem Gebiet des Gesundheitswesens dargestellt werden.

Erdbeben in Haiti – Helfen wir Cuba helfen!

Heute sind weltweit mehr als 25.000 cubanische Ärzte und Tausende Lehrer und Ingenieure tätig, auch in Afrika und Asien.

Vor mehr als zehn Jahren, genau am 15.11.1999, wurde in Havanna die Lateinamerikanische Medizinische Schule (ELAM) eingeweiht. Ehemals eine Militäreinrichtung, die Marineakademie Granma, sollte sie sozial engagierten jungen Menschen aus armen Ländern und einfachen Verhältnissen die Möglichkeit eines kostenlosen Medizinstudiums geben, das sie befähigt, anschließend in sozialen Brennpunkten ihrer Heimatländer ihr medizinisches Wissen anzuwenden. Allein in Lateinamerika und der Karibik sterben jährlich eine Million Menschen, die Hälfte davon sind Kinder – an vermeidbaren und voraussehbaren Krankheiten. Bisher konnten 7.256 junge Menschen aus 45 Ländern an der ELAM ihren Abschluss machen, allein 543 kamen aus Haiti. Derzeit studieren dort mehr als 9.000 Medizinstudenten – kostenlos. Im ganzen Land sind es inzwischen sogar 26.000 aus 106 Ländern. Multipliziert man diese Zahl mit 300.000 Dollar, der Summe also, die ein Medizinstudium etwa in den reichen Ländern kostet, sieht man die materielle Dimension dieser enormen cubanischen humanitären Hilfe, es ist ein mehrfaches Milliardengeschenk.

Die cubanische Regierung hat der haitianischen Bevölkerung seit 1998 auf vielfältige Weise geholfen: bei der Alphabetisierung, bei Projekten in der Landwirtschaft, im Energiewesen, im Transportwesen, in der Infrastruktur, bezüglich der Nahrungsmittelsicherheit, der Gewährung von Stipendien und besonders im Aufbau einer kostenlosen Gesundheitsvorsorge, teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Ländern der ALBA. Die cubanische Hilfe erreicht etwa 75 Prozent der neun Millionen Einwohner. Cubanische Ärzte arbeiten in allen zehn haitianischen Verwaltungsbezirken. 344 Ärzte waren es zum Zeitpunkt des Erdbebens sowie ca. 500 haitianische Absolventen und Studenten der cubanischen medizinischen Hochschule in Havanna.

Mehr als 200.000 Tote, mehr als 300.000 Verletzte, mehr als 2 Millionen Obdachlose, Zerstörung der Infrastruktur zu 80 Prozent. So die bisherigen bitteren Zahlen der Naturkatastrophe. Der Schlag durch das Erdbeben traf eine seit Jahrzehnten, Jahrhunderten durch Ausplünderung zerbrechlich gemachte Wirtschaft und Infrastruktur. Zarte Pflänzchen sozialer, demokratischer und nationaler Entwicklung wurden in der Vergangenheit stets im Keim erstickt. Westliche „Entwicklungshilfe“ zur Unterentwicklung – Haiti ist für diese tödliche „Hilfe“ ein Paradebeispiel und das traurige Ergebnis dieses langjährigen imperialistischen Kolonialsystems.

Und auch in dieser konkreten Situation beweisen die Bündnisse aus den USA und dem imperialistischem Europa wie ihre „Erste Hilfe“ aussieht: Entsendung von Truppen und Polizei zur Eindämmung von Flüchtlingsströmen und dem Schutz westlichen Besitzes.

Die Solidaritätsbewegung für Cuba und auch die Regierung Norwegens unterstützen den für ein kleines Land wie Cuba kaum vorstellbaren humanitären Einsatz in Haiti finanziell. In der Bundesrepublik sind das Netzwerk Cuba, die FG BRD-Kuba und die Humanitäre Cubahilfe als Initiatoren in die Spendenaktion eingebunden. Gleichzeitig soll die weltweite humanitäre Hilfe, die Cuba leistet, einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht und gewürdigt werden.

Spenden bitte unter dem Stichwort „Ärztebrigade in Haiti“ auf das Konto bei der Postbank Köln. Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. , Konto 307 984 507, BLZ 370 100 50.

Abzugsfähige Spendenquittungen über die Geschäftsstelle : Maybachstr. 159, 50670 Köln, Tel.: 0221-2405120

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