KAZ
Lade Inhalt

Editorial

Da zieht sie nun wieder aus - die deutsche Kriegsmarine. Mit „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus ...“ und mit „robustem“ Mandat. Militärkapelle, Flaggen und Wimpel und die schmucken Uniformen! So schön sieht es am Anfang eines Krieges immer aus. Und darüber erfährt man dann erst nach dem Krieg: Über das Verrrecken, das Ersaufen, das Verbrennen und Zerfetzen. Oder steht hier etwa eine „humanitäre“, „friedensschaffende“ Mission Deutschlands bevor, das von der SPD im letzten Bundestagswahlkampf zur „Friedensmacht“ erklärt wurde?

Darauf geht der Artikel „’Friedensmacht’ in Lauerstellung“ ein und auch darauf, woran man sich bei einem solchen Krieg orientieren kann.

Vielleicht gar an den „Antideutschen“? Ihren Weg versuchen wir nachzuzeichnen, weil sie auch ein Spiegel – manchmal ein Zerrspiegel – der Auseinandersetzung innerhalb der Linken sind, im Ringen um Klarheit in zentralen politischen Fragen. Kritisch und polemisch befassen wir uns mit Positionen der „Antideutschen“ zur Arbeiterklasse, zur nationalen Frage, zu Antisemitismus/Israel, zu der sog. Wertkritik sowie zu Islam und arabischer Welt.

Schließlich möchten wir auf ein Buch besonders hinweisen, an dem auch Genossen der KAZ maßgeblich mitgewirkt haben: Corell/Koch, Papst ohne Heiligenschein mit Essays von Hubertus Mynarek und Hans Heinz Holz. Wer vom Ratzinger-Besuch in der BRD und der nachfolgenden Kreuzfahrer-Mohammed-Islam-Debatte noch etwas verdattert ist, kann hier die Hintergründe nachlesen, die den Großinquisitor und Doppelzungen-Papst Ratzinger geprägt haben.

Der Artikel „Weg mit dem Streikverbot“ setzt sich kritisch mit der Forderung von Oskar Lafontaine für das „Recht auf Generalstreik“ auseinander und erläutert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu der Position, die wir in der KAZ Nr. 315 unter der Fragestellung „Was erschwert gerade den deutschen Arbeitern den Kampf?“ versucht haben aufzuzeigen.

Der Artikel „10 Jahre Telekom-Aktie“ geht u.a. auf die Frage ein, ob der Kauf von Aktien den erhofften Reichtum schafft.

Zum 50. Todestag von Brecht dokumentieren wir eine Rede (zum 75. Geburtstags von Hanne Hiob-Brecht). Sie lässt Aktionen, an denen viele deutsche Linke beteiligt waren, Revue passieren, Aktionen, bei denen Brecht Pate gestanden hat, Vorschläge gemacht hat, die wir befolgt haben. Ob das alles etwas gebracht hat?

Spenden unterstützen die Herausgabe der Kommunistischen Arbeiterzeitung
Email Facebook Telegram Twitter Whatsapp Line LinkedIn Odnoklassniki Pinterest Reddit Skype SMS VKontakte Weibo